Porträt von Thomas E. Watson
Foto: National Photo Company · Wikimedia Commons

Autor

Thomas E. Watson

US-amerikanischer Politiker

Geboren
5. September 1856, Thomson
Gestorben
26. September 1922, Washington, D.C.
Staatsangehörigkeit
Vereinigte Staaten
Beruf
Politiker, Rechtsanwalt, Verleger, Herausgeber und Journalist

Leben und Werk

Thomas Edward „Tom“ Watson (* 5. September 1856 in Thomson, McDuffie County, Georgia; † 26. September 1922 in Washington, D.C.) war ein US-amerikanischer Politiker der Populist Party sowie der Demokratischen Partei. Von 1891 bis 1893 saß er für den US-Bundesstaat Georgia im US-Repräsentantenhaus. 1904 und 1908 war er Kandidat der Populist Party bei den US-Präsidentschaftswahlen. Von 1921 bis zu seinem Tod vertrat er Georgia im US-Senat.

Biographie

Watson wurde in Thomson im Westen von Georgia geboren. Er besuchte die Mercer University. Wegen Geldmangels konnte er sein Studium nicht abschließen und verließ nach zwei Jahren die Universität. Anschließend war er als Lehrer tätig. Später studierte er die Rechtswissenschaften und wurde 1875 als Rechtsanwalt zugelassen. In dieser Zeit wurde er Mitglied der Demokratischen Partei. 1882 wurde er Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Georgia. Als Mitglied der Legislative kämpfte Watson erfolglos darum, die Missbräuche der mächtigen Eisenbahnunternehmen zu bremsen. Ein Gesetz, welches die Eisenbahnunternehmen zur Zahlung von Steuern an die Countys verpflichten sollte, wurde nicht beschlossen, nachdem Senator Joseph E. Brown die Mitglieder der Legislative von Georgia per Bahnreise zur Louisville Exposition 1883 eingeladen hatte. Watson trat, angeekelt von Brown und seinen Bestechungen, noch vor Ablauf seiner Amtszeit von seinem Mandat zurück und kehrte wieder in seine Anwaltskanzlei zurück. 1888 war er Mitglied des Electoral College.

Fortan unterstützte Watson die Farmers' Alliance. Mit deren Unterstützung wurde er 1890 ins US-Repräsentantenhaus gewählt. 1891 nahm er seine Arbeit auf. Watson verließ die Demokratische Fraktion und wurde stattdessen Mitglied der Fraktion der Populist Party. Von den acht weiteren Fraktionsmitgliedern wurde Watson am Tage seines Übertritts erfolglos zur Wahl zum Sprecher des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten vorgeschlagen. Er war eine der treibenden Kräfte bei der Gründung der Populist Party in seinem Heimatstaat. Die Populist Party befürwortete das öffentliche Eigentum an den Eisenbahnen, Dampfschiffslinien und Telefon- und Telegrafensystemen, war also gegen jedwede Privatisierung. Zudem setzte sie sich für kostenlose und unbegrenzte Silberprägung, die Abschaffung der Nationalbanken, ein System der progressiven Einkommensteuer und die Direktwahl der Senatoren der Vereinigten Staaten ein. Watson setzte sich außerdem stark für das Wahlrecht von Afroamerikanern ein.

Text: “Thomas E. Watson (Politiker)”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Thomas E. Watson

2 bücher