Porträt von Thomas Robert Malthus
Foto: John Linnell · CC BY 4.0 · Wikimedia Commons

Autor

Thomas Robert Malthus

Britischer Ökonom und Bevölkerungstheoretiker (1766-1834)

Geboren
13. Februar 1766, Westcott
Gestorben
23. Dezember 1834, Bath
Staatsangehörigkeit
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland und Königreich Großbritannien
Beruf
Wirtschaftswissenschaftler, Essayist, Statistiker, Demograph und anglikanischer Priester
Wichtige Werke
Malthusgleichung · Malthusianische Katastrophe · Bevölkerungsgesetz

Leben und Werk

Thomas Robert Malthus (* 13. Februar, nach anderen Quellen am 14. oder 17. Februar, 1766 in Wotton bei Dorking, in der englischen Grafschaft Surrey; † 29. Dezember 1834 in Bath) war ein britischer Ökonom, der zu den Vertretern der klassischen Nationalökonomie gezählt wird.

Leben und Wirken

Thomas Malthus, geboren in Surrey, einer Grafschaft südlich von London, britischer Nationalökonom und Sozialphilosoph, war ab 1797 anglikanischer Pfarrer und ab 1806 Professor für Geschichte und politische Ökonomie am Haileybury College. Malthus war der Inhaber des ersten Lehrstuhls für politische Ökonomie in England, der 1805 am College der East India Company im englischen Hertford eingerichtet worden war.

Malthus hatte eine Hasenscharte, die seine Kommunikationsfähigkeiten aber anscheinend wenig beeinträchtigte. Er gilt als Pessimist innerhalb der Klassischen Nationalökonomie.

Bekannt wurde Malthus vor allem durch seine Bevölkerungstheorie, die er in zwei Werken 1798 (An Essay on the Principle of Population) und 1820 (Principles of Economics) entwickelte. Es erfolgten jeweils fünf Auflagen dieser Werke. Jedoch unterscheiden sie sich ab der zweiten Auflage nur noch in Details.

Die im Essay enthaltenen Überlegungen zum malthusschen „Bevölkerungsgesetz“ regten sowohl Charles Darwin wie auch Alfred Russel Wallace zur Übertragung dieser Ideen auf das Zusammenleben der Spezies in der Natur und somit zur Entwicklung der Evolutionstheorie an.

An Essay on the Principle of Population

In einer Kritik an der optimistischen Auffassung von William Godwin über die Vervollkommnungsfähigkeit der menschlichen Gesellschaft und deren prinzipielle Problemlösungskapazitäten stellte Malthus in seinem Essay on the Principle of Population (1798, anonym) die Überbevölkerung als Problem einer sich entwickelnden Ökonomie und Gesellschaft heraus. Malthus stellt es als augenscheinlich schicksalhafte Notwendigkeit dar, dass das menschliche Geschlecht blind dem Gesetz der unbegrenzten Vermehrung gehorche, während sich die Unterhaltsmittel, die es leben ließen, mit ihm nicht in denselben Proportionen vermehrten. Diese „Tatsache“ erschien ihm als so erwiesen, dass er sich nicht scheute, sie als ein mathematisches Axiom zu formulieren. Er behauptete, dass die Menschen in geometrischer Progression und die Lebensmittel in arithmetischer Progression zunähmen. Im Zahlenbeispiel: Wenn ein Paar vier Kinder hat und diese wieder vier Kinder pro Paar, so wächst die Bevölkerung entsprechend; eine Steigerung der Lebensmittelproduktion folgt aber nicht in demselben Verhältnis. Durch verbesserte Bewässerung steigt die Produktivität etwa um 20 %. Dieser Zuwachs erzeugt dann aber keinen weiteren Zuwachs mehr. Es wird nach Malthus demnach ein Zeitpunkt eintreten, wo die Vorräte nicht mehr für die Erdbevölkerung ausreichen würden, wenn nicht jene Korrektive immer wieder dazwischen träten wie Krankheiten, Elend und Tod, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Malthus sprach damit sein wissenschaftliches wie moralisches Urteil über die Unglücklichen in einer Textpassage aus, die er in späteren Ausgaben zwar wieder getilgt hat, die aber als kennzeichnend für den Geist seiner Lehre gehalten wurde und wird:

Text: “Thomas Robert Malthus”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Thomas Robert Malthus

1 buch