Porträt von Vivant Denon
Foto: Robert Lefèvre · Wikimedia Commons

Autor

Vivant Denon

Französischer Maler, Schriftsteller, Diplomat und Kunstsammler

Geboren
4. Januar 1747, Chalon-sur-Saône
Gestorben
27. April 1825, ehemaliges 10. Arrondissement von Paris
Staatsangehörigkeit
Frankreich
Beruf
Kunsthistoriker, Ägyptologe, Diplomat, Reiseschriftsteller und Zeichner
Wichtige Werke
Point de lendemain

Leben und Werk

Dominique-Vivant Baron Denon (* 4. Januar 1747 in Chalon-sur-Saône; † 27. April 1825 in Paris) war ein französischer Kunstpolitiker und „Museumsmann“ mit vielseitigen Tätigkeiten als Medailleur, Graveur, Archäologe, Maler, Schriftsteller, Diplomat und Kunstsammler.

Kindheit und Jugend

Der Chevalier Dominique-Vivant de Non wurde am 4. Januar 1747 nahe Chalon-sur-Saône als Sohn eines Advokaten aus dem untersten Adelsstand geboren. Ein Jurastudium in Paris ab 1765 wurde von dem den schönen Künsten zugetanen jungen Mann nur halbherzig betrieben. Nach dem baldigen Abbruch des Studiums ließ sich de Non von Noël Hallé in der Malerei ausbilden und begann zu radieren.

In Versailles

De Non gelang es in Versailles, den König Ludwig XV. auf einer seiner Promenaden anzusprechen und für seine Person zu interessieren. Er erhielt 1769 eine Anstellung als Konservator des von der Madame de Pompadour eingerichteten Gemmenkabinettes. Im gleichen Jahr folgte die Ernennung zum Kammerherrn des Königs. Ein zeitgleicher Versuch als Theaterautor scheiterte. Das bereits im Druck erschienene, am 14. Juli 1769 uraufgeführte Stück Julie ou le bon père wurde von Diderot und der Kritik gründlich verrissen.

Im diplomatischen Dienst

Unter Ludwig XVI. trat de Non 1771 in den diplomatischen Dienst und wurde Botschaftssekretär mit nachrichtendienstlichen Aufträgen in Sankt Petersburg. Nach einer gescheiterten, Aufsehen erregenden Fluchthilfe für eine als Agentin aufgedeckte französische Schauspielerin erhielt er Urlaub und wurde anschließend über Stockholm in die Schweiz versetzt. Die Mission von 1775 nutzte de Non im Juli zu einem Besuch Voltaires in Ferney. De Non gelang es, ein passables Porträt von Voltaire zu zeichnen, das auch im Druck erschien. Zum großen Ärgernis für Voltaire wurde de Nons satirischer Kupferstich mit dem Titel Le Déjeuner de Ferney, das den gealterten Schriftsteller im Bett umgeben von seinem Hofstaat karikierte. Das Blatt erfreute sich europaweit mehrerer Auflagen.

Text: “Dominique-Vivant Denon”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Vivant Denon

1 buch