William Wymark Jacobs (* 8. September 1863 in Wapping, London; † 1. September 1943 in Islington, London) war ein englischer Autor von Kurzgeschichten und Romanen. Er ist bekannt für seine makaberen Geschichten wie „Die Affenpfote“ (1902 veröffentlicht) und „The Toll House“ (aus der Kurzgeschichten-Sammlung „The Lady of the Barge“). Sein Lieblingsthema war die Seefahrt.
Leben
Jacobs’ Vater, der im Londoner Hafen arbeitete, ermöglichte seinem Sohn den Besuch einer Londoner Privatschule. Später studierte er am Birkbeck College 1879 begann er als Angestellter im Dienste des General Post Office zu arbeiten.
1885 veröffentlichte er seine erste Kurzgeschichte. Der Erfolg kam allerdings nur langsam. Jacobs war finanziell ausreichend abgesichert, um 1899 seinen Posten zu kündigen und ein Jahr später zu heiraten. Jacobs ließ sich in Loughton, Essex, nieder, wo er zwei Häuser besaß: das Outlook in Park Hill und das Feltham House in Goldings Hill. Bei letzterem befindet sich heute eine Blaue Gedenktafel (blue plaque) zu seinen Ehren, einem Brauch in Großbritannien, um an die Verbindung einer berühmten Persönlichkeit mit einem bestimmten Ort zu erinnern. Loughton ist die reale Entsprechung zum fiktiven Ort Claybury aus manchen seiner Erzählungen. Jacobs’ Liebe zu dem dortigen Waldgebiet zeigt sich in seiner Geschichte Land of Cockaigne. Jacobs’ Frau galt als militante Suffragette.
Im Zeitraum um den Ersten Weltkrieg hörte Jacobs nach und nach auf Kurzgeschichten zu schreiben und widmete sich der Adaption seiner früheren Werke für die Theaterbühne. Sein erstes Theaterstück war The Ghost of Jerry Bundler und hatte 1899 Premiere, wurde 1902 wieder aufgeführt und schließlich 1908 veröffentlicht.