Autor
Walter Flex
Deutscher Schriftsteller und Lyriker
- Geboren
- 6. Juli 1887, Eisenach
- Gestorben
- 16. Oktober 1917, Saaremaa
- Staatsangehörigkeit
- Deutsches Kaiserreich
- Beruf
- Dichter, Schriftsteller, Militär, Offizier und Lehrer
Leben und Werk
Walter Flex (* 6. Juli 1887 in Eisenach; † 16. Oktober 1917 bei Peude auf der Insel Ösel) war ein deutscher Schriftsteller und Lyriker.
Herkunft und Ausbildung
Walter Flex wurde als Sohn des politisch und kulturell vielfach engagierten nationalliberalen Gymnasialprofessors Rudolf Flex und seiner Ehefrau Margarete geb. Pollack geboren. Er besuchte das damalige Karl-Friedrich-Gymnasium in Eisenach, heute Martin-Luther-Gymnasium, und verfasste bereits als Schüler poetische und dramatische Texte, z. B. Die Bauernführer. 1906 legte er sein Abitur ab.
Studium und schriftstellerische Anfänge
1906 begann Flex ein Studium der Germanistik und Geschichte an der Universität Erlangen und wurde gleichzeitig Mitglied der Burschenschaft der Bubenreuther. 1908 setzte er sein Studium an der Universität Straßburg (damals Reichsland Elsaß-Lothringen) fort und veröffentlichte nebenher Erzählungen, Novellen und Gedichte. Das von Flex während seiner Studentenzeit geschriebene fünfaktige Trauerspiel Demetrius erzielte bei seiner Uraufführung in Eisenach einen „starken Erfolg“, was sogar der Wiener Zeitung vom 15. März 1909 eine Erwähnung wert war.
Sein ursprüngliches Vorhaben, wie sein Vater das Staatsexamen zu machen und danach als Gymnasiallehrer tätig zu werden, gab Flex auf. Ein erstes Dissertationsprojekt an der Universität Straßburg schloss er nicht ab. Stattdessen ging Flex 1910 nach Erlangen zurück und wurde hier 1911 zum Thema Die Entwicklung des tragischen Problems in den deutschen Demetriusdramen von Schiller bis in die Gegenwart promoviert.
Die Bekanntschaft mit der Familie des verstorbenen Reichsgründers Otto von Bismarck, bei der er in den Jahren 1910 bis 1913 als Hauslehrer tätig war, zunächst in Varzin (Hinterpommern) und dann in Friedrichsruh bei Hamburg, beeinflusste sein literarisches Schaffen. 1913 kam es zu einem – nach außen sorgfältig kaschierten – Bruch mit seinen Arbeitgebern, da für Flex die international zusammengesetzte Adelsfamilie von Bismarck zu „undeutsch“ war. Flex blieb jedoch bemüht, sich in den Fußstapfen seines Vaters Rudolf Flex als literarischer Vertreter des nationalistischen Bismarck-Kultes der Kaiserzeit zu etablieren. Es entstanden die Bismarck-Novellen und das Drama Klaus von Bismarck, das 1913 am Hoftheater in Coburg uraufgeführt wurde. Flex wurde wegen einer Sehnenverletzung an der rechten Hand vom Militärdienst befreit. Die anderthalb Jahre bis zum Kriegsausbruch im August 1914 verbrachte er als Hauslehrer der Landadelsfamilie von Leesen bei Rawitsch in der Provinz Posen.
Text: “Walter Flex”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Walter Flex
1 buch

