Walter Savage Landor (* 30. Januar 1775 in Ipsley Court, Warwickshire; † 17. September 1864 in Florenz) war ein englischer Dichter und Schriftsteller.
Leben und Werk
Walter Savage Landor stammte aus alter begüterter Familie in Warwickshire und wurde 1775 auf deren Stammsitz Ipsley Court als Sohn des wohlhabenden Arztes Walter Landor und dessen zweiter Gattin Elizabeth Savage geboren. Von seiner Schule in Rugby wurde er wegen Respektlosigkeit suspendiert. Ab 1793 besuchte er das Trinity College in Oxford, wo er Jura studierte. Dort begeisterte er sich für französische republikanische Ideen, zeigte ein unbeherrschtes und extravagantes Verhalten und wurde mit dem Spitznamen „der verrückte Jakobiner“ bedacht. 1794 schoss er durch das Fenster eines ihm verhassten Tory und wurde von der Universität verwiesen. Er verschmähte es, dorthin zurückzukehren und wendete sich nach einem kurzen Aufenthalt in London nach Swansea in Wales, wo er sich mit der Dichtkunst beschäftigte. Die Relegation von der Hochschule hatte einen Streit mit seinem Vater zur Folge gehabt, doch wurde er mit seiner Familie durch die Bemühungen seiner Freundin Dorothea Lyttelton wieder versöhnt; sein Vater gewährte ihm ein Jahreseinkommen von 150 Pfund.
Landors literarisches Schaffen hatte bereits während seines Studiums in Oxford begonnen und umfasste klassische Epigramme ebenso wie Gedichte und Dramen. Berühmt wurde er aber insbesondere auch für seine geschliffene Prosa; Friedrich Nietzsche rühmt Landor als einen von nur vier „Meister[n] der Prosa“ im 19. Jahrhundert.