Autor
Wilhelm Stekel
Österreichischer Arzt und Psychoanalytiker
- Geboren
- 18. März 1868, Bojany
- Gestorben
- 25. Juni 1940, London
- Staatsangehörigkeit
- Österreich
- Beruf
- Psychiater und Psychoanalytiker
Leben und Werk
Wilhelm Stekel (geboren am 18. März 1868 in Bojan, Bukowina, Österreich-Ungarn; gestorben am 25. Juni 1940 in London) war ein österreichischer Arzt und Psychoanalytiker. Er spielte eine bedeutende Rolle in der frühen Geschichte der Psychoanalyse.
Kindheit und Schulzeit
Stekel wurde als Sohn aufstrebender jüdischer Kleinbürger geboren. Er hatte einen älteren Bruder und eine jüngere Schwester. Trotz ärmlicher Verhältnisse ermöglichten ihm die Eltern Musikunterricht, und er war bis an sein Lebensende ein begabter Violinist und Pianist, der mit anderen die Hausmusik pflegte. Zu den Anekdoten seiner Schulzeit gehört, dass er wegen schlechter Leistungen zeitweise in eine Schusterlehre gegeben wurde. Er besuchte das Gymnasium in Czernowitz, Hauptstadt der Bukowina und bedeutendes wirtschaftliches und kulturelles Zentrum.
Studium
Nach der Matura studierte er ab 1887 in Wien Medizin. Nach dem dritten Studienjahr verpflichtete er sich wegen seiner Armut zur Ausbildung als Militärarzt. Er hörte nach dem Grundstudium bei Theodor Meynert und Richard von Krafft-Ebing, wovon Letzterer sein Interesse an der Sexualforschung förderte. Krafft-Ebing bot ihm eine Mitarbeit in seiner Klinik an, die Stekel jedoch wegen seiner militärischen Verpflichtung nicht wahrnehmen konnte. Mit Krafft-Ebing verband ihn auch sein pazifistisches Engagement. Er hatte Bertha von Suttner kennengelernt und zeitweise eine pazifistische Studentengruppe in Wien gegründet. 1891 war er Teilnehmer des Internationalen Pazifistischen Kongresses in Bern. Am 10. Juni 1893 promovierte er an der Universität Wien als Doctor der gesamten Heilkunde.
Text: “Wilhelm Stekel”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Wilhelm Stekel
1 buch

