Porträt von William Edward Dodd
Foto: International News Service (Chicago, IL), creator and publisher. · Wikimedia Commons

Autor

William Edward Dodd

US-amerikanischer Historiker und Diplomat

Geboren
21. Oktober 1869, Clayton
Gestorben
9. Februar 1940, Round Hill
Staatsangehörigkeit
Vereinigte Staaten
Beruf
Diplomat, Historiker und Hochschullehrer

Leben und Werk

William Edward Dodd (* 27. Oktober 1869 in Clayton, North Carolina; † 9. Februar 1940 in Round Hill, Virginia) war ein US-amerikanischer Historiker und Diplomat. Bekannt wurde er durch verschiedene historische Werke über die Südstaaten, aber vor allem durch die Veröffentlichung seines Tagebuches, das er während seiner Zeit als US-Botschafter im Dritten Reich von 1933 bis 1937 führte.

Leben und Wirken

Dodd entstammte einer alten virginischen Familie. Nach den Jugendjahren auf der Farm seiner Eltern graduierte er am Virginia Polytechnic Institute. Es schloss sich eine Studienzeit in Deutschland an der Universität Leipzig an, wo Dodd im Jahr 1900 nach erfolgreicher Verteidigung einer Arbeit über Thomas Jefferson promoviert wurde. Zurück in den USA war er Professor für Geschichte, von 1900 bis 1908 am Randolph-Macon College in Ashland, Virginia und von 1908 bis 1933 an der University of Chicago. 1933 wurde er von Präsident Franklin D. Roosevelt als Botschafter nach Berlin geschickt, ein Posten, den er bis Ende 1937 versah. Nach Amerika zurückgekehrt ging Dodd in den Ruhestand und starb 1940 auf seiner Farm in Virginia. Seine Frau war bereits kurz nach der Rückkehr aus Deutschland 1938 gestorben.

Sein Sohn William E. Dodd jr. und seine Tochter Martha Dodd engagierten sich aufgrund ihrer Erfahrungen in Deutschland und der Berichte ihres Vaters in antifaschistischen Bewegungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden sie als sowjetische Spione verdächtigt, Martha Dodd-Stern emigrierte schließlich nach Prag.

Text: “William Edward Dodd”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von William Edward Dodd

1 buch