Porträt von William Quan Judge
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Autor

William Quan Judge

Irisch-amerikanischer Rechtsanwalt und Theosoph

Geboren
13. April 1851, Dublin
Gestorben
21. März 1896, New York City
Staatsangehörigkeit
Vereinigte Staaten und Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland
Beruf
Schriftsteller, Rechtsanwalt und Theosoph

Leben und Werk

William Quan Judge (* 13. April 1851 in Dublin, Irland; † 21. März 1896 in New York City) war ein irisch-US-amerikanischer Rechtsanwalt, Autor von esoterischen Werken, Theosoph und einer der Gründer der Theosophischen Gesellschaft (TG). Nach der ersten Spaltung der TG begründete er die Theosophische Gesellschaft in Amerika (TGinA), deren Präsident er auch wurde.

Kindheit, Jugend und Heirat

William Quan Judge wurde am 13. April 1851 im irischen Dublin als Sohn von Frederic H. Judge und Alice Mary Quan geboren. Von daher leitete sich sein Doppelname „Quan Judge“ her. Noch als Kind verlor er seine Mutter und 1864 emigrierte sein Vater mit insgesamt sechs Kindern in die USA, wo er sich in Brooklyn niederließ. Im jugendlichen Alter verlor Judge auch seinen Vater und begann 1869 in New York Jura zu studieren. Im April 1872 erhielt er die US-amerikanische Staatsbürgerschaft und im Mai dieses Jahres wurde er, nach Abschluss seines Studiums, in New York als Anwalt zugelassen. Diesen Beruf übte er in den folgenden Jahren mit durchschnittlichem Erfolg aus und er brachte ihm daher auch nur bescheidene Erträge ein. 1874 heiratete er die Lehrerin Ella M. Smith; aus der Verbindung mit Smith ging eine Tochter hervor, die jedoch bereits um die Jahreswende 1878/79 an Diphtherie starb. 1893 zog die Familie nach New York um. Smith war strenggläubige Methodistin und lehnte die Theosophie bis zum Tode Judges 1896 ab, dann jedoch änderte sie ihre Einstellung und trat der TG bei.

Gründung der Theosophischen Gesellschaft

Schon durch seinen Vater, der Kontakte zu den Freimaurern pflegte, war Judge in einem aufgeklärten Geist erzogen worden und interessierte sich für verschiedene Religionen, aber auch esoterische Gedanken weckten seine Neugier. 1874 las er einen Vorabdruck von Henry Steel Olcotts Buch People from the other world und suchte und fand im Anschluss daran Kontakt mit dem Autor und Helena Blavatsky. Judge hatte die Idee, und gab Blavatsky den Anstoß, für eine Gesellschaft zum Studium der Geheimwissenschaften und am 8. September 1875 gründeten Judge, Olcott, Blavatsky u. a. die „Theosophical Society“ (= TS = Theosophische Gesellschaft (TG)). Am 17. November 1875 wurde Olcott auf Vorschlag Judges zum ersten Präsidenten der TG gewählt, Judge selbst wurde Generalsekretär. Die nächsten Jahre brachten neben seiner Tätigkeit für die TG eine intensive Auseinandersetzung mit esoterischen und religiösen Themen, vor allem im Dialog mit Blavatsky und Olcott. Hier holte sich Judge das Rüstzeug für seine spätere schriftstellerische Tätigkeit und die zukünftige Führung der TG in den USA. Nach Judges eigenen Angaben brachte Blavatsky ihn auch in Kontakt mit sogenannten Meistern der Weisheit. Diese „Meister“ sollen sowohl ihm allein, als auch Blavatsky und Olcott erschienen sein und Anweisungen bzw. Hinweise, sowohl mündlich als auch in Form von sogenannten „Meisterbriefen“, gegeben haben. Da diese Aussagen nicht nachprüfbar waren, ist deren Wahrheitsgehalt umstritten.

Text: “William Quan Judge”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von William Quan Judge

1 buch