William Wells Brown (* 6. November 1814 bei Lexington, Kentucky; † 6. November 1884 in Chelsea, Massachusetts) war ein US-amerikanischer Abolitionist, Dozent, Romanautor, Dramatiker und Historiker. In den Südstaaten in die Sklaverei hineingeboren, flüchtete Brown in den Norden, wo er für die Sache der Abolitionisten eintrat und als Autor tätig war. Brown war auch ein Pionier in verschiedenen Literaturgattungen, darunter der Reiseschriftstellerei und Dramatik. Er ist der Autor des Werkes, das als erster Roman eines Afro-Amerikaners gilt.
Biographie
Browns Mutter Elizabeth, die einem Dr. Young gehörte, hatte sieben Kinder von verschiedenen Vätern (außer William noch Solomon, Leander, Benjamin, Joseph, Millford und Elizabeth). Browns Vater war der weiße Plantagenbesitzer George Higgins, der ein Verwandter des Besitzers der Plantage war, auf der Brown das Licht der Welt erblickte.
Bevor er 20 Jahre alt war, wurde Brown mehrfach verkauft, brachte aber den größten Teil seines Lebens bis dahin in St. Louis zu. Dann verheuerten seine Besitzer ihn zur Arbeit auf dem Missouri River, der damals eine wichtige Transportroute für den Sklavenhandel war. Er machte mehrere Fluchtversuche und am Neujahrstag 1834 konnte er erfolgreich ein Dampfschiff im Hafen von Cincinnati (Ohio) verlassen. Er nahm den Namen eines befreundeten Quäkers an, um seine Freiheit zu erlangen. Er war neun Jahre lang in der Underground Railroad und als Dampfbootsmann auf dem Eriesee tätig – diese Position nutzte er, um entflohene Sklaven über den See in die Freiheit nach Kanada zu bringen. Brown wurde dann aktiv in der abolitionistischen Bewegung und trat mehreren Vereinigungen gegen die Sklaverei sowie der Negro Convention Movement bei.