Porträt von William Whewell
Foto: unbekannter Urheber · CC BY 4.0 · Wikimedia Commons

Autor

William Whewell

Britischer Philosoph und Wissenschaftshistoriker

Geboren
24. Mai 1794, Lancaster
Gestorben
6. März 1866, Cambridge
Staatsangehörigkeit
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland
Beruf
Wirtschaftswissenschaftler, Physiker, Historiker, Philosoph und Schriftsteller
Wichtige Werke
Astronomy and General Physics Considered with Reference to Natural Theology (1833)

Leben und Werk

William Whewell (* 24. Mai 1794 in Lancaster; † 6. März 1866 in Cambridge) war ein britischer Universalgelehrter.

Leben und Wirken

Whewell war das älteste Kind der sieben Kinder von John Whewell († 1816), einem Schreinermeister, und dessen Frau Elizabeth Bennison († 1807). Er wurde zunächst an der Blue School von Lancaster und später der dortigen Grammar School unterrichtet. 1810 wechselte er auf die Grammar School in Heversham.

Am 23. September 1811 wurde Whewell als „Sizar“ am Trinity College in Cambridge zugelassen und am Michaelistag 1812 immatrikuliert. Für sein Poem Boadicea wurde ihm 1814 die Chancellor’s Gold Medal verliehen. 1815 wurde er „Scholar“ des Trinity Colleges. 1816 erwarb er dort, als Zweiter Wrangler, den Grad eines Baccalaureus artium (B. A.) und belegte den zweiten Platz beim Smith-Preis. 1817 wurde Whewell „Fellow“ des Trinity College und außerdem Präsident des Debattierclubs Cambridge Union Society. 1819 erlangte er den Grad eines Magister artium (M. A.).

Von 1828 bis 1832 war er Professor für Mineralogie und von 1838 bis 1855 Knightbridge Professor für Moralphilosophie („moral theology and casuistical divinity“) an der Universität Cambridge.

Whewell starb 1866 auf dem Gelände des Trinity College in Cambridge durch einen tödlichen Sturz vom Pferd. In seinem Testament stiftete er unter anderem den Whewell-Lehrstuhl für internationales Recht an der Universität Cambridge, der zwei Jahre nach seinem Tod etabliert wurde.

Wortschöpfungen

Zu seinen bleibenden Beiträgen zur Wissenschaft zählen Whewells Wortschöpfungen. Er nutzte 1834 in einem Review von Mary Somervilles On the Connexion of the Physical Sciences erstmals das Wort „scientist“, das englische Wort für Wissenschaftler. In derselben Schrift widersprach er zudem der These des Philosophen François Poullain de La Barre, der Geist habe kein Geschlecht, und wies Männern und Frauen somit – sich in einen wissenschaftlichen Diskurs seiner Zeit einordnend – eine unterschiedliche aber in beiden Fällen gerechtfertigte Befähigung zur Wissenschaft zu. Vor allem prägte er auf die Bitte von Michael Faraday, dessen Arbeiten zu den chemischen Wirkungen des elektrischen Strom neue Begriffe erforderten, die Termini Anode, Kathode, Anion, Kation und Ion. Weiterhin prägte er den Begriff der Kotidallinie, die Orte gleicher Hochwasserzeit verbindet.

Text: “William Whewell”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von William Whewell

5 bücher