Porträt von William Wilberforce
Foto: Anton Hickel · Wikimedia Commons

Autor

William Wilberforce

Britischer Parlamentarier und Anführer im Kampf gegen den Sklavenhandel

Geboren
24. August 1759, Wilberforce House
Gestorben
29. Juli 1833, London
Staatsangehörigkeit
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland und Königreich Großbritannien
Beruf
Politiker, Philanthrop, Abolitionist und Schriftsteller

Leben und Werk

William Wilberforce, FRSA (* 24. August 1759 in Kingston upon Hull, Yorkshire; † 29. Juli 1833 in Chelsea) war ein britischer Parlamentsabgeordneter und Anführer im Kampf gegen die Sklaverei und den Sklavenhandel in der westlichen Welt.

Jugend und Ausbildung

Wilberforce war der einzige Sohn und Erbe des Robert Wilberforce (1729–1768), eines Kaufmanns im Ostseehandel aus Kingston-upon-Hull, aus dessen Ehe mit Elizabeth Bird (1727–1798). Als seine Schwester war Sarah Wilberforce Stephen (1758–1816) namentlich bekannt. Als Kind soll Wilberforce den ehemaligen Sklavenhändler John Newton kennengelernt haben und mit ihm befreundet gewesen sein, weil er Pastor seiner Kirche war. Er besuchte die Hull Grammar School, wo er vom anglikanischen Pastor Joseph Milner unterrichtet wurde. Als sein Vater 1768 starb, kam der Neunjährige zu einem Onkel und einer Tante, die in der Nähe Londons wohnten und Methodisten waren. Dort lernte er den bekannten, einflussreichen Prediger George Whitefield kennen. Er studierte ab 1776 am St John’s College der Universität Cambridge, und er genoss das Leben als reicher Mann der Oberschicht.

1780 wurde der 21-jährige, redebegabte Mann erstmals ins britische Unterhaus gewählt. Er gab 8.000 Pfund für die Wahl aus. Von 1780 bis 1784 war er Abgeordneter für seine Heimatstadt Kingston upon Hull, vom 7. April 1784 bis am 24. November 1812 für das County Yorkshire und vom 7. Oktober 1812 bis am 31. Dezember 1825 für Bramber in Sussex.

1784 und 1785 machte Wilberforce eine Reise durch Kontinentaleuropa, auf der ihn der Mathematiker Isaac Milner begleitete. Unterwegs führten diese mehrere ausführliche Gespräche über religiöse Fragen und lasen gemeinsam das Buch The Rise and Progress of Religion in the Soul von Philip Doddridge. Wilberforce begann daraufhin das Studium des griechischen Neuen Testaments und konvertierte zum evangelikalen Protestantismus in methodistischer Ausprägung.

Text: “William Wilberforce”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von William Wilberforce

1 buch