Porträt von William Wirt
Foto: Henry Inman · Wikimedia Commons

Autor

William Wirt

US-amerikanischer Jurist, Politiker, Justizminister der Vereinigten Staaten (1817–1829)

Geboren
8. November 1772, Bladensburg
Gestorben
18. Februar 1834, Washington, D.C.
Staatsangehörigkeit
Vereinigte Staaten
Beruf
Rechtsanwalt, Politiker und Schriftsteller

Leben und Werk

William Wirt (* 8. November 1772 in Bladensburg, Province of Maryland; † 18. Februar 1834 in Washington, D.C.) war ein US-amerikanischer Jurist und Politiker. Er diente als Justizminister unter den US-Präsidenten James Monroe und John Quincy Adams.

Leben

Wirt wurde in Maryland als Sohn eines Schweizer Vaters und einer deutschen Mutter geboren. Er wurde privat erzogen und studierte danach Jura. 1792 wurde er in Virginia als Rechtsanwalt zugelassen.

Nach einigen Jahren als Rechtsanwalt wurde er Angestellter im Abgeordnetenhaus von Virginia. 1807 wurde er auf Bitte des damaligen Präsidenten Thomas Jefferson Anklagevertreter im Hochverratsprozess gegen Aaron Burr. 1817 berief ihn Präsident Monroe als Justizminister in sein Kabinett. Dieses Amt übte er in den nun folgenden zwölf Jahren bis 1829 aus. Das ist bis heute die längste Amtszeit eines amerikanischen Justizministers. Nach seinem Rückzug aus dem Amt zog er sich nach Baltimore zurück.

Im Juni 1830 wurde er von einer Delegation der Cherokee-Indianer gebeten, ihre Rechte vor dem Obersten US-Bundesgericht zu vertreten. Er argumentierte, dass die Cherokee-Indianer als „ausländische Nation“ nicht der Rechtshoheit des Staates Georgia unterstünden. In diesem Sinne beantragte er die Annullierung aller die Indianer betreffenden Gesetze des Staates Georgia.

Der oberste Gerichtshof erklärte sich zwar für diesen Fall für nicht zuständig, ließ aber die Möglichkeit offen, in zukünftigen Fällen zu Gunsten der Indianer zu entscheiden. Wirt wartete daher einfach ab, bis sich ein solcher Fall ergab. Dies geschah im März 1831, als Georgia ein neues Gesetz verabschiedete, das die Rechte der Indianer weiter einschränkte. Erneut vertrat Wirt die Sache vor dem obersten Gericht. Diesmal entschied der oberste Richter John Marshall persönlich und erklärte, dass die Gesetze Georgias nicht auf die Indianer angewendet werden dürften und die Bürger Georgias kein Recht hätten, das Indianergebiet zu betreten. Damit hatte Wirt einen juristischen Sieg errungen. In der Praxis sollte das Urteil aber kaum eine Rolle spielen.

Text: “William Wirt”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von William Wirt

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