Thomas Woodrow Wilson [ˈtɒməs ˈwʊdɹoʊ ˈwɪlsən] (* 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia; † 3. Februar 1924 in Washington, D.C.) war ein US-amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei und von 1913 bis 1921 der 28. Präsident der Vereinigten Staaten.
Nach anfänglicher Neutralität traten die Vereinigten Staaten während seiner zweiten Amtszeit, im April 1917 in den Ersten Weltkrieg ein. Sein im Januar 1918 veröffentlichtes 14-Punkte-Programm wurde ein bedeutender Referenzpunkt der öffentlichen Debatten um eine Beendigung des Krieges. Bei der Pariser Friedenskonferenz 1919 gehörte er dem Rat der Vier an. Weitgehend auf seine Initiative geht die Gründung des Völkerbundes zurück. 1919 wurde Woodrow Wilson der Friedensnobelpreis verliehen.
Familiäre Herkunft
Wilsons Mutter, Jessie Janet Woodrow (1826–1888), wurde in Carlisle (England, Großbritannien) geboren, sein Vater, Joseph Ruggles Wilson (1822–1903), in Steubenville, Ohio. Das Elternpaar begab sich 1851 in die Südstaaten und sympathisierte dort mit der Konföderation. Woodrow Wilsons Vater war ein promovierter Theologe und Pfarrer der Presbyterianischen Kirche, sah darin jedoch keinen Widerspruch zur Sklaverei und hielt eigene Sklaven. Woodrow Wilson, der als drittes von vier Kindern des Paares geboren wurde, war mütterlicherseits schottischer und väterlicherseits schottisch-irischer Abstammung. Die Mutter stammte von Thomas Wodrow (ursprüngliche Schreibweise des Nachnamens) ab, dem ersten Historiker der Kirche von Schottland, nach dem die Wodrow Historical Society of Scotland benannt ist.