Porträt von Xenophon
Foto: Carole Raddato · CC BY-SA 2.0 · Wikimedia Commons

Autor

Xenophon

Schriftsteller und Philosoph der Antike

Geboren
430 v. Chr., Erchia
Gestorben
354 v. Chr., Korinth
Staatsangehörigkeit
Antikes Athen
Beruf
Historiker, Söldner, Philosoph, Militär und Schriftsteller
Wichtige Werke
Hieron · Cyropaedia

Leben und Werk

Xenophon (altgriechisch Ξενοφῶν Xenophṓn; * zwischen 430 und 425 v. Chr. in Athen; † ca. 354 v. Chr. in Korinth) war ein antiker griechischer Politiker, Feldherr und Schriftsteller in den Bereichen Geschichte, Ökonomie und Philosophie. Er war ein Schüler des Sokrates.

Leben

Was man heute über Xenophons Leben weiß, ist im Wesentlichen seinen eigenen Werken und einer philosophiegeschichtlichen Schrift des Diogenes Laertios aus dem 3. Jahrhundert entnommen.

Xenophon, Sohn des Gryllos, war Athener aus dem Demos Erchia. Er stammte aus einer wohlhabenden Familie, vermutlich aus dem „Ritterstand“, die eher oligarchisch gesinnt war. Er wurde bereits in jungen Jahren (zwischen 410 und 401 v. Chr.) ein Anhänger des athenischen Philosophen Sokrates, der ihm einer Anekdote zufolge in einer engen Gasse den Weg versperrt und ihn gefragt haben soll, wo man diverse Lebensmittel kaufen könne. Nachdem der junge Xenophon geantwortet hatte, fragte ihn Sokrates: „Und wo werden die Menschen edel und tüchtig?“ Xenophon wurde stutzig und soll Sokrates seitdem gefolgt sein. Auch wenn die Bekanntschaft mit Sokrates nicht allzu lange gedauert haben kann (Xenophon verließ Athen 401 v. Chr., Sokrates starb während seiner Abwesenheit 399 v. Chr.), hielt Xenophon an Sokrates fest und verfasste lange Zeit später Dialoge, in denen Sokrates als Hauptakteur Gespräche mit anderen führt. Xenophons Sokratesbild weist dabei erhebliche Unterschiede zur Darstellung durch Platon auf.

Im Jahr 402 v. Chr. beauftragte der persische Prinz Kyros der Jüngere Proxenos von Theben griechische Söldner anzuwerben, mit deren Hilfe er seinen Bruder Artaxerxes stürzen und selbst Großkönig des Achämenidenreichs werden wollte. Proxenos lud unter anderem auch Xenophon ins Heerlager nach Sardes ein, der aber nach eigenen Angaben unschlüssig war, ob er dem Ruf folgen solle. Denn in Athen war es mit Sicherheit nicht gern gesehen, dass Bürger der Stadt in den Dienst der Perser traten, zumal Kyros sich im Peloponnesischen Krieg auf die Seite des verfeindeten Sparta gestellt hatte. Xenophon reiste daher zunächst nach Delphi, um das dortige Orakel zu befragen. Er fragte dieses aber nach eigener Aussage nicht, ob er überhaupt an dem Feldzug teilnehmen solle, sondern nur, an welche Götter er sich wenden solle, um diesen heil zu überstehen. So reiste er 401 v. Chr. ins Perserreich.

Text: “Xenophon”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Xenophon

13 bücher