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Endre Nagy (* 5. Februar 1877 als Endre Grósz in Nagyszőllős (Komitat Ugocsa); † 5. Mai 1938 in Budapest) war ein ungarischer Zeitungsautor, Autor, Conférencier und Kabarettdirektor und gilt als Mitbegründer des ungarischen Kabaretts.
Leben
Endre Nagy studierte in Großwardein, das im heutigen Rumänien liegt, Jus und schloss sein Studium mit einem Doktortitel ab, arbeitete aber nie auch nur ansatzweise in diesem Beruf. Auch den Doktortitel verwendete er nie und unterschrieb stets als Endre Nagy.
Nach dem Studium zog Nagy mit Endre Ady (einem der bekanntesten Autoren der damaligen Zeit) und Lajos Biró (ebenfalls ein bedeutender Prosaiker und Dichter der ungarischen Geschichte) zusammen. Nagy selbst konzentrierte sich damals vorrangig auf das Schreiben von Romanen, die von einem einfachen und realistischen Erzählstil bestimmt waren und meistens vom ländlichen, häuslichen Leben handelten. Werke aus dieser Zeit heißen zum Beispiel Geődhyek, Apostol a Hódságon, A birsai vándorforrás.
Bald folgte die Veröffentlichung einer Sammlung von Kurzgeschichten, die in der neuen ungarischen Literatur durchaus von Bedeutung waren, als Beispiel hieraus ist etwa A misogai földkirály zu erwähnen.
Neben seiner Tätigkeit als Roman- und Kurzgeschichtenautor arbeitete er, zusammen mit seinen Mitbewohnern als Zeitungsautor bei der Zeitung Szabdság (Freiheit).
Von 1900 bis 1910 lebte Endre Nagy in Budapest, wo er für die Zeitungen Magyar Szó und dann für Pesti Napló als Journalist tätig war.
1901 trat er erstmals auf der Budapester Tarka-Bühne mit einem eigenen Text in einem Kabarett in Erscheinung.