作者

Corrado Barbagallo

1877–1952

出生
1877年12月1日, 夏卡
逝世
1952年4月16日, 都灵
国籍
意大利 和 意大利王国
职业
历史学家

生平与作品

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Corrado Barbagallo (* 1. Dezember 1877 in Sciacca; † 16. April 1952 in Turin) war ein italienischer Historiker, der sich zunächst mit der antiken Wirtschaftsgeschichte auseinandersetzte, sich jedoch im Laufe des Ersten Weltkriegs zunehmend mit der jüngsten Geschichte befasste.

Leben

Corrado Barbagallo studierte in Florenz, wo er sich spätestens ab 1899 in einer schmalen Publikation mit dem Historischen Materialismus auseinandersetzte. Er lehrte von 1926 bis 1927 Wirtschaftsgeschichte an der Universität Catania, dann bis 1947 an der Universität Neapel und danach an der Universität Turin. 1917 gründete er die Nuova Rivista Storica, die er bis zu seinem Todesjahr leitete. Wegen der rassistischen Gesetzgebung des Mussolini-Regimes musste Gino Luzzatto die Herausgebergruppe verlassen. 1952, nach dem Tod Barbagallos, bestand die Gruppe aus Gino Luzzatto, Piero Pieri, Guido Porzio und Ettore Rota.

Seine früheren Arbeiten befassten sich mit der antiken Wirtschaftsgeschichte. So erschien 1905 seine Arbeit La fine della Grecia antica, zwei Jahre später sein Contributo alla storia economica dell’antichità. 1912 publizierte er eine Arbeit über den römischen Kaiser Julianus Apostata.

Insbesondere nach dem Ersten Weltkrieg setzte er sich mit der jüngeren Geschichte auseinander, etwa dem Ausbruch des Krieges, aber auch der Industrialisierungsgeschichte. Von 1931 bis 1938 verfasste er seine Storia Universale in fünf Bänden, die von 1951 bis 1954 eine zweite Auflage erfuhr. 1937 setzte er sich mit dem Äthiopienkrieg auseinander, der von Oktober 1935 bis Mai 1936 stattgefunden hatte, dann mit der Sowjetunion, schließlich mit dem britischen Kolonialismus in Indien. In den Nachkriegsjahren publizierte er unter anderem über den Faschismus und die Situation Süditaliens.

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