作者
Marie Diers
1867–1949
- 出生
- 1867年6月10日, 吕布茨
- 逝世
- 1949年11月5日, Sachsenhausen
- 国籍
- 德国
- 职业
- 作家, 教师 和 政治人物
生平与作品
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Marie Diers (* 10. Juni 1867 in Lübz als Marie Binde; † 4. November 1949 in Sachsenhausen) war eine deutsche Schriftstellerin.
Leben
Die Tochter des mecklenburgischen Pastors Carl Binde (1833–1923) und der Maria Asmus absolvierte die Höhere Töchterschule in Neustrelitz und legte 1885 in Berlin das Lehrerinnenexamen ab. Sie arbeitete in den 1880er Jahren als Hauslehrerin auf der Grube Ilse bei Großräschen. 1892 heiratete sie den Buchhalter Hermann Diers. Dann zog sie mit ihrem Mann nach Berlin, wo sie ab Ende des 19. Jahrhunderts als Schriftstellerin tätig war. In dieser Zeit wohnte sie in Berlin-Friedrichshagen. Laut einem Schriftstellerlexikon von 1898 begann Diers 1895 als Schriftstellerin tätig zu sein. Zuerst veröffentlichte sie Geschichten in Zeitschriften. In Kürschners Deutschem Literatur-Kalender tauchte sie erstmals 1902 auf, und zwar auch schon als Autorin von Romanen. Nachdem ihr Mann 1905 gestorben war, widmete sich die Alleinerziehende mit zwei Kindern beruflich nur noch der Schriftstellerei. Ihre annähernd 40 Romane handeln meist in ihrer Geburtsheimat Mecklenburg. Daneben schrieb sie u. a. auch für die Wartburgstimmen.
1918 trat sie der Deutschvölkischen Partei, 1922 der Deutschnationalen Volkspartei, zum 1. März 1930 schließlich der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 206.969). Sie war überzeugte Nationalsozialistin.
1924 ermöglichte ihr der schriftstellerische Erfolg den Kauf eines Hauses in Sachsenhausen bei Oranienburg, wo sie auch ein Haus für die Familie ihrer Tochter erwarb. In Kürschners Deutschem Literatur-Kalender ist sie 1932 bereits mit über 40 veröffentlichten Büchern verzeichnet. Nach der „Machtergreifung“ durch die Nationalsozialisten unterschrieb sie zusammen mit acht weiteren Frauen und 79 männlichen Schriftstellern das Gelöbnis treuester Gefolgschaft für Adolf Hitler. 1936 entstand unweit ihres Hauses das KZ Sachsenhausen. Diers selbst äußerte sich nie zum benachbarten KZ oder den Vorgängen dort. Am Ort des KZs entstand nach Ende des Zweiten Weltkrieges das Speziallager Sachsenhausen, wo ihre Tochter am 8. Mai 1946 starb. Ihr Schwiegersohn kam bereits um den 1. Mai bei der Flucht aus Berlin um. Ihr Sohn war bereits im Ersten Weltkrieg gefallen.
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