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Douwe Kalma (* 3. April 1896 in Boksum; † 18. Oktober 1953 in Ljouwert) war ein Autor und Dichter sowie Leiter der Jongfryske Mienskip. Er gilt als einer der bedeutendsten Schöpfer der modernen westfriesischen Literatur. Er schrieb zahlreiche Theaterstücke, übersetzte sämtliche Werke von William Shakespeare, gründete etliche friesischsprachige Zeitschriften und organisierte Versammlungen, um mehr Aufmerksamkeit für die westfriesische Sprache zu gewinnen. Er ist einer der historischen Themen in der Kanon (der Geschichte) der Provinz Fryslân.
Gründer der Jongfryske Mienskip
Im Zuge der Romantik entstand in West-, Nord- und zum Teil auch in Ost-Friesland eine friesische Bewegung. Die friesische Bewegung war überwiegend eine Sprach- und Kulturbewegung. Sie wurde vor allem von Schullehrern und Journalisten geführt. In Westfriesland gründeten sie 1844 das Frysk Selskip. Für das Frysk Selskip war die Literatur ein Mittel zum Erhalt der friesischen Sprache. Gleichzeitig versuchten sie, die Friesen zu erziehen und Tugenden wie Disziplin, Fleiß und Sparsamkeit beizubringen. Kalma war gegen die Strömung des Frysk Selskip. Er wollte neue Impulse für die friesische Bewegung. Zuerst wollte er seine literarische Ideale verbreiten. Er fing an Gedichte zu schreiben, in denen er seine Gefühle zum Ausdruck brachte. Mit der Gründung der Jongfryske Mienskip schaffte er es, dass sich große Gruppen Jugendlicher für die friesische Bewegung engagierten. Kalma orientierte sich international. Nach dem Motto Friesland und die Welt sollte die internationale Literatur auch in friesischer Sprache zugänglich sein. Bei den jährlichen 'Jongfryske' Sommerschulen auf den westfriesischen Inseln, spielten Theater und das Lesen von ausländischen Publikationen eine wichtige Rolle. Nach dem gleichen Motto war Kalma der Meinung, Friesland sollte eine kulturelle und politische Brückenfunktion zwischen England und Skandinavien erfüllen.