Author

F. Génin

French man of letters (1803–1856)

Born
February 16, 1803, Amiens
Died
May 20, 1856, Paris
Nationality
France
Occupation
Romanist, journalist, philologist, literary scholar and university teacher

Life and work

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François Génin (* 16. Februar 1803 in Amiens; † 20. Mai 1856 in Paris) war ein französischer Journalist und Romanist.

Leben

Génin war Absolvent der Ecole normale und Gymnasiallehrer in Laon und Straßburg. Sein Freund Émile Littré verhalf ihm zu einer Stelle als Redakteur der Zeitung Le National, wo er sich als militanter antiklerikaler Journalist einen Namen machte, u. a. in einem polemischen Gefecht mit den Jesuiten. 1846 war er « Professeur à la Faculté des Lettres de Strasbourg ». Ab 1845 publizierte er in rascher Folge romanistische philologische Arbeiten von Rang. Daneben tat er sich als Komponist hervor. Im Gefolge der Revolution von 1848 wurde er Abteilungsleiter im Erziehungsministerium und blieb es bis zum Mai 1852.

Génin war romantisch beeinflusster Sensualist und Historist. Er trat für das bis zum 18. Jahrhundert verachtete Mittelalter ein und forderte im Vorwort seines Buches Des variations du langage français die Einrichtung von Altfranzösisch-Lehrstühlen. Als Sensualist wandte er sich gegen den Voltaire nachfolgenden rationalistischen Purismus seiner Zeit und forderte die Befreiung der Sprache vom Joch der Grammatiker: „Il est donc urgent de retremper notre langue à ses sources antiques et populaires, si nous voulons sauver son génie agonisant“ (Lexique comparé de la langue de Molière, S. V). In diesem Sinne untersuchte er die volkssprachlichen Elemente bei Molière und gab die frühe (englisch geschriebene) französische Grammatik (mit Wörterbuch) des John Palsgrave heraus.

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Collection

Books by F. Génin

1 book